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Willkommen bei der Praxis für Physiotherapie
Tischer Inh. Anke Maywald in Lübbenau


Schön, Sie auf unserer Website begrüßen zu dürfen.

In unserer Physiotherapiepraxis in Lübbenau stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt. Mit viel Einfühlungsvermögen, langjähriger Erfahrung und einem ganzheitlichen Blick auf Körper und Gesundheit begleiten wir Sie auf Ihrem Weg zu mehr Wohlbefinden, Beweglichkeit und innerer Balance.

Unser vielfältiges Therapieangebot umfasst klassische physiotherapeutische Maßnahmen ebenso wie spezialisierte Anwendungen. Zu unseren Schwerpunkten zählen unter anderem Orthopädie, Chirurgie, Neurologie sowie gezielte Kiefergelenkstherapie (CMD).

Vereinbaren Sie gerne einen Termin – wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und Sie kompetent und ganzheitlich zu begleiten.

Physiotherapie Tischer
Inh. Anke Maywald

Bahnhofstr. 19
03222 Lübbenau


Telefon: (03542) 87 95 93
Fax: (03542) 87 95 97
E-Mail: info@physiotherapie-tischer.de

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 07:00 - 19:00 Uhr
Samstags nach Vereinbarung

Mitgliedschaften:




Unser Team

Unser Team in der Praxis für Physiotherapie Tischer Inh. Anke Maywald

Unsere Leistungen


  • Rückbildungsgymnastik
  • Beckenbodengymnastik
  • craniosacrale Therapie
  • Fußreflexzonentherapie (FRZT)
  • Hausbesuche
  • Kiefergelenktherapie

  • Dorn-Breuss-Massage (Dorntherapie)
  • klassische Massagetherapie (KMT)
  • Osteopathische Techniken
  • Säuglingsbehandlung mit MT und osteopathischen Techniken



  • Rollstuhlgerechte Einrichtung



  • Bindegewebsmassage (BGM)
  • Bobath-Liege
  • Elektrotherapie
  • Fango / Naturmoor

  • Ultraschall
  • Heißluftgerät / Heiße Rolle
  • Schlingentischtherapie



  • Bobath für Erwachsene
  • Manuelle Lymphdrainage (MLD)
  • Heißluftgerät / Heiße Rolle

  • Kältetherapie (Eis)
  • Manuelle Therapie (MT)
  • med. Bademeister



  • Englisch

  • Russisch



  • Physiotherapeut/in / Krankengymnast/in




Aktuelles

Oft übersehene Ursache für Lidrandentzündungen
Jeder zweite Augenpatient leidet unter Milbenbefall

Brennende, juckende, gerötete Augen, Fremdkörpergefühl, verklebte Lidränder und Sehschwankungen: Hinter solchen Beschwerden steckt sehr oft eine stark erhöhte Besiedlung der Wimpernwurzeln und Lidränder mit Demodex-Milben. Sie können die Symptome eines Trockenen Auges oder eine Lidrandentzündung auslösen. Doch die winzigen Hautparasiten werden neuen Studien zufolge meist übersehen. Wie man einen verstärkten Milbenbefall am Auge erkennt und welche Therapien helfen, erläuterte eine Expertin der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft e.V. (DOG) auf der Vorab-Pressekonferenz zum Kongress.

Demodex-Milben, kleine Spinnentiere, gehören zur natürlichen Hautflora des Menschen und leben überwiegend auf behaarten Arealen. Problematisch für die Augen wird ihr Auftreten, wenn sie massiv Wimpernwurzeln, Talg- und Liddrüsen besiedeln und Entzündungen am Lidrand und der Augenoberfläche verursachen. Wie Untersuchungen zeigen, ist das häufiger der Fall als bisher angenommen. „Einen krankhaften Befall mit Demodex-Milben weisen 55 Prozent der Patientinnen und Patienten auf, die eine Augenarztpraxis aufsuchen“, berichtete Privatdozentin Dr. med. Christina Jacobi vom Augen & Haut Zentrum Nürnberg. Mit dem Alter steigt das Risiko weiter an. „Dennoch bleibt der vermehrte Milbenbefall leider häufig unerkannt“, stellte die DOG-Expertin fest.

Typische Beschwerden werden oft falsch eingeordnet Grund: Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass die milbenbedingte Lidrandentzündung oft mit Trockenem Auge allein, der entzündlichen Hauterkrankung Rosazea, einer allergischen Reizung oder einer unspezifischen Lidrandentzündung verwechselt wird. „Viele Patientinnen und Patienten werden deshalb über längere Zeit ohne nachhaltigen Erfolg behandelt“, sagte Jacobi. Die DOG-Expertin rät: „Wenn sich Augenbeschwerden wie Juckreiz, Brennen, Fremdkörpergefühl und schwankende Sehfähigkeit trotz Tropfen, Salben oder allgemeiner Lidpflege nicht bessern, sollte auf augenärztlicher Seite gezielt nach einem verstärkten Milbenbefall als Ursache gesucht werden.“

Zylindrische Schuppen als entscheidender Hinweis Das erfordert keinen großen Aufwand. Für die frühzeitige Diagnose genügt häufig ein genauer Blick durch die Spaltlampe auf den Wimpernansatz. „Das typische klinische Zeichen sind sogenannte Kollaretten, also Schuppen, die die Wimpern wie ein kleiner Kragen umschließen“, erläuterte Jacobi. Die Ablagerungen gelten als hochspezifischer Hinweis auf eine Demodex-Blepharitis. „Besonders gut sind die Hautparasiten an der Spaltlampe am oberen Lidrand zu erkennen, wenn die Patientinnen und Patienten nach unten blicken“, ergänzte die DOG-Expertin. Um ganz sicher zu gehen, können einzelne Wimpern zur Milbenzählung entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden.

Tägliche Lidrandpflege mit Teebaumöl-Präparaten Die beste verfügbare Behandlung ist derzeit die tägliche Lidrandpflege mit Teebaumöl-haltigen Präparaten, um die Milbenlast zu reduzieren und Entzündungen einzudämmen. Die Präparate mit dem Wirkstoff Terpinen-4-ol gibt es als Schaum, Gel und fertige Einmaltücher, die man in der Apotheke freiverkäuflich erhalten kann – für die Anwendung die Augen schließen und mit Tuch oder benetzten Wattestäbchen sanft entlang des Lidrands und der Wimpernansätze wischen. „Dabei die schuppigen Ablagerungen entfernen und den Wirkstoff nicht abspülen“, erläuterte Jacobi. Anschließend können die Lidranddrüsen zusätzlich sanft mit sauberen Fingern oder einem Wattetupfer massiert werden. „Entscheidend ist, die Behandlung täglich konsequent über mindestens vier bis sechs Wochen durchzuführen, um den Lebenszyklus der Milben lückenlos abzudecken“, betonte die Augenärztin.

Weitere Verfahren – und ein neues Medikament in den USA Zusätzlich können weitere Verfahren gegen die Parasiten eingesetzt werden, etwa eine gründliche, augenärztliche Reinigung der Lidkante oder eine Behandlung mit Lichtimpulsen. Auch das Auftragen der entzündungshemmenden Wirkstoffe Ivermectin oder Metronidazol zeigt Wirksamkeit gegen Demodex-Milben, zählt jedoch zu den Off-Label-Therapien. „Diese Optionen können sinnvoll sein, ersetzen aber nicht die regelmäßige Lidrandhygiene als Basis der Behandlung“, sagte Jacobi. Unterdessen ist vor kurzem in den USA mit Lotilaner 0,25 Prozent die erste antiparasitäre Augentropfentherapie zugelassen worden, die Milben gezielt lähmt. Das Präparat kostet eine vierstellige Summe. Wann die Augentropfen in Deutschland verfügbar sein werden, ist offen.

Vielfach verkannt „Die gute Nachricht lautet, dass wir mit den Teebaumöl-Wirkstoffen über eine vergleichsweise preiswerte, effektive Therapie gegen die Parasiten verfügen“, sagte Jacobi. „Denn Milben am Auge sind kein Schauermärchen, sondern eine reale, vielfach verkannte Ursache für chronische Augenbeschwerden, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen können“, betonte die DOG-Expertin.

Borderline-Persönlichkeitsstörung
Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit ermöglicht Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, weniger angstvoll und angespannt am Leben teilzunehmen

Ergotherapeut:innen unterstützen Menschen mit einer Borderline-Symptomatik, die eigenen Verhaltensmuster zu analysieren, sich auf ihre Ressourcen zu fokussieren und sich besser selbst zu regulieren

Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, die sich durch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren entwickeln kann. „Menschen mit dieser Form der Persönlichkeitsstörung fühlen eine innere Zerrissenheit“, sagt Inga Löckher, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), und beschreibt, was in Betroffenen vorgeht: „Viele empfinden ein chronisches Gefühl von Leere, wenig Selbstvertrauen, Traurigkeit, Angst – etwa vor Ablehnung – und/ oder Wut“. Ergotherapeut:innen erarbeiten mit ihnen Strategien, um die eigenen Verhaltensmuster zu erkennen, sich selbst besser zu regulieren, Alltagsstrukturen anzulegen oder zu verändern und das eigene Selbstbild zu stärken, was in Summe zu mehr Lebensqualität führt. 

Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist davon auszugehen, dass das Zusammenwirken bestimmter genetischer Veranlagungen, neurobiologischer Besonderheiten und psychosozialer Belastungen eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hervorbringen kann. Psychosoziale Belastungen können Folgen frühkindlicher Traumata nach körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt, Vernachlässigung oder Misshandlungen sein. „Viele Betroffene berichten von solchen Erlebnissen, dennoch: nicht jedes belastete Kind entwickelt eine Borderline-Persönlichkeitsstörung“, bestätigt die Ergotherapeutin Löckher. Auch ein abwertendes Umfeld kann zur Entwicklung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung beitragen. Nicht nur daher, sondern generell empfiehlt es sich grundsätzlich für das gesamte Umfeld aus Eltern, Angehörigen und Erziehenden, Kinder mit ihren Emotionen und Anliegen ernst zu nehmen, sie zu schützen und zu fördern.  

Ergotherapeut:innen vermitteln Menschen mit Borderline-Symptomatik Zusammenhänge von Aktivitäten und Spannungslevel  Der Leidensdruck von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung ist enorm hoch; sie bewegen sich häufig wie regelrechte Überlebenskünstler:innen durch ihren Alltag. Begleitend zu psychiatrischen Therapien erhalten Sie beispielsweise Ergotherapie. Ergotherapeut:innen richten ihre Interventionen vor allem auf die Bewältigung des Alltags aus. Löckher erklärt: „Menschen mit einer Borderline-Symptomatik empfinden eine erhöhte Grundanspannung“. Ergotherapeut:innen nutzen bei ihrer Arbeit mit Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung unter anderem eine sogenannte Spannungsskala zur subjektiven Einschätzung der eigenen Anspannung, in der sie ihre jeweils empfundene Anspannung in Werten von 0 bis 100 erfassen. In solche Spannungslisten tragen Klient:innen von Ergotherapeut:innen anfangs mitunter stündlich und später in größeren Abständen ihr Spannungslevel und ebenso alle Aktivitäten und Erlebnisse des Tages ein. Die Analyse der Spannungsliste verdeutlicht den Klient:innen, welche Schwankungen es gibt und die Zusammenhänge zwischen Ereignissen wie: „schlecht geschlafen“, „gegrübelt“ oder „zu spät ins Bett gegangen“ und einem erhöhten Spannungslevel. Die Eintragungen in die Spannungsliste verdeutlichen im Reflexionsgespräch mit dem oder der Ergotherapeut:in: die Anspannung lässt sich durch das eigene Verhalten steuern.

Ergotherapeut:innen arbeiten mit Menschen mit Borderline-Symptomatik Lösungswege zur besseren Impulssteuerung aus Ergotherapeut:innen prüfen gemeinsam mit ihren Klient:innen immer auch: Welche Stressoren gibt es. Manchmal sind Enttäuschungen Auslöser, wenn etwa ein Treffen abgesagt wurde oder etwas anderes stattgefunden hat, was das negative Selbstwertgefühl eines Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung verstärken kann. Oder was er oder sie als Ablehnung der eigenen Person empfindet, was mögliche Verlustängste schüren kann. In Folge solcher Situationen können Betroffene in eine sehr hohe Anspannung kommen. Um ihre Anspannung besser regulieren zu können, legen Ergotherapeut:innen gemeinsam mit ihren Klient:innen persönliche Skillsketten fest, die sich am jeweiligen Anspannungsgrad orientieren. Skills können verschiedene Fähigkeiten, Fertigkeiten oder Handlungen sein. Je nach persönlichen Interessen und Möglichkeiten und abhängig vom Anspannungsgrad kommen beispielsweise Atemübungen, unterschiedliche sportliche oder körperliche Aktivitäten wie Spazierengehen, das Anrufen nahestehender Menschen oder – wenn gar nichts mehr geht – die Seelsorge in Betracht. Zu wissen, dass und welche Optionen sie haben, gibt Betroffenen Handlungsspielraum; sie fühlen sich nicht länger handlungsunfähig, sondern haben eine Wahl und können dank ihrer eigenen oder der Fähigkeiten anderer ihr Anspannungslevel wieder senken. 

Übergeordnete Ziele einer ergotherapeutischen Intervention In Phasen von Antriebslosigkeit, die die Borderline-Symptomatik begleiten können, ist eines der übergeordneten Ziele einer ergotherapeutischen Intervention, die Tagesstruktur Betroffener aufrecht zu erhalten. Menschen mit dieser Form der Persönlichkeitsstörung stufen sich und ihre Handlungen oftmals als wertlos ein. Wer es – auch dank der mit Ergotherapeut:innen getroffenen Verabredungen und Verpflichtungen – schafft, morgens loszuziehen und Dinge zu erledigen, hat am Abend die Bestätigung: „Ich hatte einen geregelten Tagesablauf und empfinde mich als selbstwirksam. Grundlage für die Zusammenarbeit von Ergotherapeut:innen mit Klient:innen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine verlässliche, wertschätzende und professionell abgegrenzte therapeutische Beziehung. Dazu Löckher: „Ergotherapeut:innen schaffen einen sicheren Rahmen, in dem Klient:innen neue Erfahrungen mit Selbstwirksamkeit, Kommunikation, Grenzsetzung und Beziehungsgestaltung machen können“.

Persönliche Ziele von Menschen mit Borderline „Bei einer Borderline-Persönlichkeitsstörung kann selbstverletzendes Verhalten auftreten; es betrifft jedoch nicht alle Menschen mit dieser Diagnose“, betont die Ergotherapeutin Löckher. Betroffene können ebenso zu einem negativen Umgang mit sich selbst neigen, was sich etwa in einer Abwertung der eigenen Person ausdrückt. Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung versuchen mehr noch als andere, sich selbst zu optimieren. Löckher macht das an einem Beispiel fest: „Diejenigen meiner Klient:innen, die Kinder haben, sind extrem darauf bedacht, in ihrer Rolle als Mutter oder Elternteil alles gut und richtig zu machen – gerade, wenn sie selbst belastende Erfahrungen in ihrer Kindheit gemacht haben“. Sie haben oft Ziele wie: „Ich möchte geduldiger werden“ – was im Übrigen das Ziel vieler Mütter beziehungsweise Eltern oder Elternteile sein könnte – und arbeiten dann gemeinsam mit ihrer Ergotherapeutin oder ihrem Ergotherapeuten entsprechende Ideen aus. Man schaut gemeinsam: Was sind besonders stressige Situationen und sucht dann miteinander nach praktikablen und alltagstauglichen Lösungen, um Abläufe umzustrukturieren oder Aufgaben umzuverteilen, damit es zu weniger Überforderung kommt. Zu Überforderung kann es auch kommen, wenn eine Person mit einer Borderline-Symptomatik etwa nach einem Burnout wieder in den Beruf einsteigt. Ergotherapeut:innen begleiten auch solche Phasen. Unter anderem üben sie mit ihren Klient:innen Kommunikationsstrategien oder machen Rollenspiele, so dass es den Betroffenen gut gelingt, sich in den Arbeitsalltag zu reintegrieren, gleichzeitig ihre Bedürfnisse und Rechte durchzusetzen und in angemessener Form klare Grenzen zu setzen. 

Zunehmend mehr soziale Teilhabe durch einen ausgewogeneren Alltag und besseres Selbstmanagement   Ergotherapeut:innen analysieren gemeinsam mit den Klient:innen, in welchen konkreten Betätigungen und Alltagssituationen Anspannung, Impulsivität oder Vermeidung die Handlungsfähigkeit einschränken und überprüfen diese Aspekte kontinuierlich im Laufe ihrer Intervention. Sie lassen Klient:innen mit einer Borderline-Symptomatik die gemeinsam erarbeiteten individuellen Strategien erproben und in den Alltag übertragen. So kann es langfristig zu einer besseren Betätigungsbalance – so bezeichnen Ergotherapeut:innen ein ausgewogenes Verhältnis unterschiedlicher Aktivitäten und Verpflichtungen – kommen. In Summe verändert sich dadurch die Selbstwahrnehmung von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, ihre Selbstsicherheit wächst und die soziale Teilhabe fällt leichter. 

02.11.2026 DGA | Quelle: Deutscher Verband Ergotherapie e.V.

Bewegung als Medizin?
Wie Aktivität Rücken und Gesundheit stärkt

Regelmäßige Bewegung kann ein wichtiger Schlüssel zu mehr Gesundheit sein, denn körperliche Aktivität stärkt den Rücken, die Muskeln und den Stoffwechsel, fördert die Durchblutung und erhält die Mobilität. Aktuelle Studien deuten zudem darauf hin, dass ein aktiver Alltag mit einem geringeren Risiko für bestimmte Erkrankungen und einem langsameren kognitiven Abbau verbunden sein kann.¹ ² ³

„Bewegung ist keine Wunderpille und ersetzt weder eine Diagnose noch eine notwendige Therapie. Sie ist aber einer der stärksten Hebel, die wir im Alltag selbst bedienen können: Sie hält den Rücken belastbar, unterbricht schädliche Sitzroutinen und kann dazu beitragen, Krankheitsrisiken zu senken“, sagt Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. Die AGR gibt Orientierung – mit konkreten Tipps für einen rückenfreundlichen Alltag und dem AGR-Gütesiegel für ergonomische Produkte.

Was Bewegung bei Krebs und Demenz bewirken kann

Aktuelle Studien zeigen, dass Bewegung auch mit Blick auf Krebs und Demenz eine wichtige Rolle spielen kann. Eine Langzeituntersuchung mit mehr als 90.000 Erwachsenen kommt zu dem Ergebnis, dass lange, kaum unterbrochene Sitzzeiten mit ungünstigeren gesundheitlichen Entwicklungen im Zusammenhang stehen. Bereits leichte oder moderate Bewegungspausen wirkten sich in der Auswertung positiv aus.¹ Die Studie belegt zwar nicht, dass Bewegung vor Krebs schützt. Sie unterstreicht jedoch, wie sinnvoll es ist, langes Sitzen regelmäßig zu unterbrechen.

Auch für die Gehirngesundheit gibt es ermutigende Hinweise: Eine weitere Langzeitstudie zeigt, dass regelmäßiges Gehen bei älteren Menschen mit frühen Alzheimer-Anzeichen zu einem langsameren geistigen Abbau führen kann.² Der Demenzbericht des Fachjournals The Lancet nennt körperliche Inaktivität ebenfalls als einen beeinflussbaren Risikofaktor.³

Bewegung kann Krankheiten nicht verhindern, ist aber ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge – und etwas, das fast jeder im Alltag selbst beeinflussen kann.⁴

Ein aktiver Alltag beginnt beim Rücken

Für regelmäßige Bewegung braucht der Körper Kraft, Beweglichkeit und Vertrauen in die eigene Belastbarkeit. Der Rücken spielt dabei eine zentrale Rolle. Ist die Rumpfmuskulatur wenig trainiert oder bleibt der Körper über viele Stunden in derselben Haltung, können Verspannungen und Beschwerden entstehen.

Abwechslung ist deshalb besonders wichtig, denn Sitzen ist nicht grundsätzlich ungesund. Problematisch wird es vor allem, wenn Menschen zu lange sitzen und zudem unbewegt in einer Position verharren. Der regelmäßige Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen bringt die Muskulatur in Aktion und verändert die Belastung der Wirbelsäule. ⁴ ⁵

Auch Krafttraining gehört zu einem ausgewogenen Bewegungsprogramm. Es stärkt neben dem Rücken auch Beine, Gesäß und Rumpf. Das erleichtert alltägliche Bewegungen, verbessert die Stabilität und kann helfen, die Mobilität langfristig zu erhalten. ⁴ ⁵

„Entscheidend ist nicht, wie sportlich jemand ist, sondern ob Bewegung dauerhaft einen Platz im Alltag bekommt“, betont Detjen. „Wer regelmäßig aktiv bleibt und seinem Körper unterschiedliche Belastungsreize bietet, schafft gute Voraussetzungen dafür, beweglich, belastbar und auch im Alter möglichst lange selbstständig zu bleiben.“

Fünf einfache Schritte zu mehr Bewegung

  • Sitzzeiten unterbrechen: Telefonate im Stehen führen, zwischendurch einige Schritte gehen oder die Arbeitsposition wechseln.¹ ⁴
  • Alltagswege aktiv nutzen: Kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen und häufiger die Treppe nehmen.⁴
  • Muskulatur kräftigen: Zwei kurze Trainingseinheiten pro Woche können bereits eine gute Grundlage schaffen.⁴
  • Bewegung fest einplanen: Spaziergänge und Bewegungspausen wie einen Termin behandeln.
  • Langsam anfangen: Die Belastung schrittweise steigern und eine Bewegungsform wählen, die langfristig zum eigenen Alltag passt.
Als Orientierung empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Erwachsenen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Diese Zeit muss nicht am Stück absolviert werden. Sie lässt sich auch in kleinere Einheiten aufteilen.⁴Wer akute oder anhaltende Beschwerden, Vorerkrankungen oder längere Zeit keinen Sport betrieben hat, sollte das passende Bewegungsprogramm mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer therapeutischen Fachkraft abstimmen.Praktische Unterstützung für einen bewegten AlltagUm direkt aktiv zu werden, gibt es auf der Website der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e.V. einfache Rückenübungen für mehr Kraft und Beweglichkeit: www.agr-ev.de/rueckenuebungenQuellen ¹ PLOS: Zhou et al.: Accelerometry-measured prolonged and interrupted sedentary behavior and cancer incidence and mortality, PLOS Medicine, 2026.

² Nature Medicine: Yau et al.: Physical activity as a modifiable risk factor in preclinical Alzheimer’s disease, Nature Medicine, 2025.

³ The Lancet: Livingston et al.: Dementia prevention, intervention, and care: 2024 report of the Lancet standing Commission.

⁴ Weltgesundheitsorganisation (WHO): Informationen und Empfehlungen zu körperlicher Aktivität.

⁵ Weltgesundheitsorganisation (WHO): Informationen und Leitlinie zu Rückenschmerzen im unteren Rücken.

MS bedeutet Multiple Sklerose – nicht Muskelschwund
AMSEL e.V. klärt über einen verbreiteten Irrtum auf

Die Abkürzung MS steht für Multiple Sklerose. Dabei handelt es sich nicht um eine Erkrankung der Muskulatur, sondern um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems. „Bei Multipler Sklerose werden durch fehlgeleitete Immunprozesse Strukturen in Gehirn und Rückenmark geschädigt. Dadurch kann die Weiterleitung von Nervensignalen beeinträchtigt werden“, erklärt AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. Muskelschwund – medizinisch Muskelatrophie genannt – bezeichnet dagegen die Abnahme von Muskelmasse. Der Begriff ist keine eigenständige Diagnose, sondern beschreibt einen Befund beziehungsweise ein Symptom, das unterschiedliche Ursachen haben kann.

Unterschiedliche Ursachen Der Name Multiple Sklerose bedeutet sinngemäß „vielfache (multiple) Verhärtungen beziehungsweise Vernarbungen (Sklerosen)“. Gemeint sind damit die vielen Narben, die bei MS als Folge chronischer Entzündungen im Gehirn oder Rückenmark entstehen. Je nachdem, welche Bereiche des Zentralen Nervensystems betroffen sind, können unterschiedliche Beschwerden auftreten. Dazu zählen unter anderem Sehstörungen, Spastik, Kognitionsprobleme oder Fatigue – eine abnormale körperliche und geistige Erschöpfbarkeit. Die Muskulatur der MS-Erkrankten ist jedoch in der Regel gesund, sie kann nur bei manchen Betroffenen nicht mehr richtig gesteuert werden.

Muskelschwund kann dagegen verschiedene neuromuskuläre Ursachen haben, bei denen der Muskel selbst, motorische Nervenzellen, periphere Nerven oder die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel betroffen sein können. Sie sind gekennzeichnet durch einen stetigen Verlust an Muskelmasse. Zu diesen Erkrankungen gehören unter anderem die Duchenne-Muskeldystrophie und die Spinale Muskelatrophie (SMA).

Neuromuskuläre Erkrankungen können erblich bedingt oder im Laufe des Lebens erworben sein. Verlauf und Ausprägung unterscheiden sich erheblich: Bei manchen Erkrankungen sind nur einzelne Muskelgruppen betroffen, bei anderen größere Teile der Muskulatur.

Muskelabbau als mögliche Folge von Bewegungsmangel Auch bei Menschen mit MS kann die Muskelmasse abnehmen. Ursache dafür kann beispielsweise sein, dass bestimmte Muskeln aufgrund von Bewegungseinschränkungen über längere Zeit weniger beansprucht werden. Die zugrundeliegende MS ist dennoch keine primäre Muskelerkrankung: Die Muskelschwäche entsteht vor allem dadurch, dass die Steuerung der Muskulatur durch das Zentrale Nervensystem beeinträchtigt ist.

Einem inaktivitätsbedingten (sekundären) Muskelabbau kann häufig mit individuell angepasster Bewegung, Krafttraining und Physiotherapie entgegengewirkt werden. Welche Maßnahmen geeignet sind und in welchem Umfang sich Muskelmasse wiederaufbauen lässt, hängt von der persönlichen gesundheitlichen Situation ab.

Ähnliche Beschwerden bedeuten nicht dieselbe Erkrankung MS und neuromuskuläre Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Ein Beispiel ist die Fußheberschwäche: Betroffene können den Fuß beim Gehen nicht mehr ausreichend anheben und rollen ihn nicht mehr kontrolliert ab. Eine solche Schwäche kann sowohl bei MS als auch bei unterschiedlichen Erkrankungen der Nerven oder Muskeln auftreten. Das gleiche Symptom lässt daher nicht automatisch auf die gleiche Ursache schließen.

Seit 1974 ist AMSEL Fachverband, Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation für Menschen mit MS und ihre Angehörigen. Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung sowie aktuelle Informationen rund um Multiple Sklerose bietet AMSEL unter www.amsel.de



Kontakt

Physiotherapie Tischer Inh. Anke Maywald
Bahnhofstr. 19
03222 Lübbenau
Telefon: (03542) 87 95 93
Fax: (03542) 87 95 97
E-Mail: info@physiotherapie-tischer.de



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Physiotherapie Tischer Inh. Anke Maywald
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    3. Rechtsgrundlage

      Die Speicherung der vorgenannten Daten erfolgt auf der Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. b sowie lit. c DSGVO.

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    2. Dauer der Speicherung

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    a) Zweck der Datenverarbeitung
    Wir nutzen die YouTube-Einbettungsfunktion zur Anzeige und Wiedergabe von Videos des Anbieters „YouTube“, der YouTube LLC, 901 Cherry Ave, San Bruno, CA 94066, USA, die vertreten wird durch Google (Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland, Tochtergesellschaft der Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA).

    Bei dem Aufruf einer mit einem YouTube-Video versehenen Seite, wird zunächst nur ein auf unserem Server abgelegtes Standbild angezeigt. Sobald der Nutzer dieses Bild anklickt, wird – ähnlich wie eine Verlinkung - eine Verbindung zu den Servern von YouTube hergestellt, die dem persönlichen Profil des Nutzers zugeordnet wird und die besuchten Seiten der Webseite mitteilt, wenn er mit seinem YouTube-Account eingeloggt ist. Die Verknüpfung kann verhindert werden, indem vor dem Anklicken ein Logout aus dem Youtube-Account erfolgt.

    Unter https://adssettings.google.com/authenticated finden Sie eine Opt-Out Funktion.
    Unter den nachstehenden Internetadressen erhalten Sie weitere Informationen über die Datenschutzbestimmungen von YouTube und Google
    https://policies.google.com/technologies/ads?hl=de
    https://policies.google.com/privacy

    b) Dauer der Speicherung
    Informationen zum Datenschutz sowie zur Speicherung der personenbezogenen Daten bei „YouTube“ finden sich in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter https://www.google.de/intl/de/policies/privacy.

    c) Rechtsgrundlage
    Die Verarbeitung erfolgt auf der Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO nur nach vorheriger Einwilligung.

    d) Verhinderungsmöglichkeit
    Der Betroffene kann die Verwendung von Cookies im genutzten Endgerät blockieren oder diese nach dem Einsatz löschen. Unter Umständen sind dann allerdings einzelne Funktionen des Angebots nicht nutzbar. Wie Cookies blockiert und bereits gespeicherte Cookies gelöscht werden können, ist der Anleitung der Browser-Software zu entnehmen.

III. Rechte des Betroffenen

Sofern „personenbezogene Daten“ vom Nutzer auf unserer Webseite verarbeitet werden, so hat die betroffene Person (Betroffener) folgende Rechte gegenüber dem Verantwortlichen gemäß DSGVO.

  1. Recht auf Auskunft nach Art. 15 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht auf folgende Informationen:

    1. die Verarbeitungszwecke;
    2. die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden;
    3. die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern in Drittländern oder bei internationalen Organisationen;
    4. falls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer;
    5. das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;
    6. das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
    7. wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten;
    8. das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Art. 22 Abs. 1 und 4 DSGVO und – zumindest in diesen Fällen – aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.
    9. werden personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt, so hat die betroffene Person das Recht, über die geeigneten Garantien gemäß Art. 46 DSGVO im Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.
      Wir stellen dem Betroffenen eine Kopie der personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Verarbeitung sind, zur Verfügung. Für alle weiteren Kopien, die die betroffene Person beantragt, kann der Verantwortliche ein angemessenes Entgelt auf der Grundlage der Verwaltungskosten verlangen.

  2. Recht auf Berichtigung nach Art. 16 DSGVO

    Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen unverzüglich die Berichtigung sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Unter Berücksichtigung der Zwecke der Verarbeitung hat die betroffene Person das Recht, die Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten – auch mittels einer ergänzenden Erklärung – zu verlangen.

  3. Recht auf Löschung nach Art.17 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass ihn betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden, und der Verantwortliche ist verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:
    1. die personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig;
    2. die betroffene Person widerruft ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a oder Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung;
    3. die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder die betroffene Person legt gemäß Art. 21 Abs. 2 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein;
    4. die personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet;
    5. die Löschung der personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem der Verantwortliche unterliegt;
    6. die personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Art. 8 Abs. 1 DSGVO erhoben.

  4. Recht auf Einschränkung der Verarbeitung nach Art. 18 DSGVO

    Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:
    1. die Richtigkeit der personenbezogenen Daten von der betroffenen Person bestritten wird, und zwar für eine Dauer, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen,
    2. die Verarbeitung unrechtmäßig ist und die betroffene Person die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnt und stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten verlangt;
    3. der Verantwortliche die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger benötigt, die betroffene Person sie jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigt, oder
    4. die betroffene Person Widerspruch gegen die Verarbeitung gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt hat, solange noch nicht feststeht, ob die berechtigten Gründe des Verantwortlichen gegenüber denen der betroffenen Person überwiegen.

  5. Recht auf Unterrichtung nach Art. 19 DSGVO

    Hat der Betroffene gegenüber dem Verantwortlichen hinsichtlich seiner personenbezogenen Daten eine Berichtigung nach Art. 16 DSGVO, eine Löschung Art. 17 Abs. 1 DSGVO oder eine Einschränkung der Verarbeitung nach Art. 18 DSGVO geltend gemacht, und hat der Verantwortliche alle Empfänger, gegenüber denen die personenbezogenen Daten des Betroffenen offengelegt wurden, über das Verlangen des Betroffenen informiert (soweit dies nicht unmöglich oder mit unverhältnismäßigen Aufwand verbunden war), so hat der Betroffene das Recht, vom Verantwortlichen über die Empfänger informiert zu werden.

  6. Recht auf Datenübertragbarkeit Art. 20 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, die ihn betreffenden personenbezogenen Daten, die er einem Verantwortlichen bereitgestellt hat, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten, und er hat das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch uns zu übermitteln, sofern

    1. die Verarbeitung auf einer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a oder Art. 9 Abs. 2 lit. a oder auf einem Vertrag gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO beruht und
    2. die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt. Rechte und Freiheiten anderer Personen dürfen dadurch nicht beeinträchtigen werden. Bei der Ausübung des Rechts auf Datenübertragbarkeit gemäß Absatz 1 hat der Betroffene das Recht, zu erwirken, dass die personenbezogenen Daten direkt von uns einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist. Die Ausübung des Rechts auf Datenübertragbarkeit lässt das Recht auf Löschung nach Art. 17 DSGVO unberührt. Das Recht auf Datenübertragbarkeit gilt nicht für eine Verarbeitung, die für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde.

  7. Recht auf Widerspruch nach Art. 21 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, aus Gründen, die sich aus seiner besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung ihn betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.
    Wir verarbeiten die personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die die Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
    Werden personenbezogene Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, so hat der Betroffene das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung ihn betreffender personenbezogener Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht. Widerspricht der Betroffene der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden die personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeitet. Eine vom Betroffenen erteilte Einwilligung kann dieser jederzeit widerrufen. Die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte Erhebung und Verarbeitung bleibt jedoch dadurch rechtmäßig.

  8. Automatisierte Entscheidungen im Einzelfall inkl. Profiling nach Art. 22 DSGVO

    Der Betroffene hat das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihm gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Dies gilt nicht, wenn die Entscheidung

    1. für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen dem Betroffenen und uns erforderlich ist,
    2. aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen wir unterliegen, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen des Betroffenen enthalten oder
    3. mit ausdrücklicher Einwilligung des Betroffenen erfolgt.
      Diese Entscheidungen dürfen nicht auf besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO beruhen, sofern nicht Art. 9 Abs. 2 lit. a oder g DSGVO gilt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen der betroffenen Person getroffen wurden.
      In den unter Ziffern a) und c) genannten Fällen treffen wir angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie die berechtigten Interessen des Betroffenen zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person auf unserer Seite, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.

  9. Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde nach Art. 77 DSGVO

    Jeder Betroffene hat unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat seines Aufenthaltsorts, seines Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, wenn der Betroffene der Ansicht ist, dass die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen diese Verordnung verstößt.
    Die Aufsichtsbehörde, bei der die Beschwerde eingereicht wurde, unterrichtet den Beschwerdeführer über den Stand und die Ergebnisse der Beschwerde einschließlich der Möglichkeit eines gerichtlichen Rechtsbehelfs nach Art. 78 DSGVO.

  10. Recht auf wirksamen gerichtlichen Rechtsbehelf nach Art. 79 DSGVO

    Jeder Betroffene hat unbeschadet eines verfügbaren verwaltungsrechtlichen oder außergerichtlichen Rechtsbehelfs einschließlich des Rechts auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde gemäß Art. 77 DSGVO das Recht auf einen wirksamen gerichtlichen Rechtsbehelf, wenn er der Ansicht ist, dass die ihm aufgrund dieser Verordnung zustehenden Rechte infolge einer nicht im Einklang mit dieser Verordnung stehenden Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten verletzt wurden.
    Für Klagen gegen uns der gegen einen Auftragsverarbeiter sind die Gerichte des Mitgliedstaats zuständig, in dem wir oder der Auftragsverarbeiter eine Niederlassung haben. Wahlweise können solche Klagen auch bei den Gerichten des Mitgliedstaats erhoben werden, in dem der Betroffene seinen Aufenthaltsort hat, es sei denn, es handelt sich bei uns oder dem Auftragsverarbeiter um eine Behörde eines Mitgliedstaats, die in Ausübung ihrer hoheitlichen Befugnisse tätig geworden ist


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